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Tourismus-Tagung der AHK Tunesien

Prof. Dr. Christian Buer erarbeitet mit Hoteliers und Tourismusexperten im Rahmen eines zweitägigen Workshops die Kernfaktoren, die von deutschen Touristen in Punkto „Hotel-Produkt“ und „Hotel-Service“ gefordert werden.


Die AHK Tunesien hat am Montag, 12.1. und Dienstag 13.1.15 gemeinschaftlich mit den Vertretern der Tourismusindustrie in Tunis und dem Ministerium für Tourismus einen zweitägige Tagung und Workshop durchgeführt, die zum Ziel die Intensivierung der Nachfrage aus Deutschland hat (Deutsch-tunesische Tourismustagung in Tunis). Der Tourismus nach Tunesien aus Deutschland ist in den letzten fünf Jahren mit rund 500.000 Übernachtungen stabil. Angesichts der Tatsache, dass das Land schon doppelt so viele Nächte durch Deutsche Gäste gezählt hat, möchte dieses wieder an diese Vergangenheit anknüpfen.

Gemeinsam mit Vertretern der Hotel- und Tourismus-Branche hat Prof. Dr. Christian Buer die Standards und Lücken erarbeitet, die im Hotel erfüllt werden müssen. Die grundlegende Arbeit ist im Land schon vorhanden und kann in Teilen umgesetzt werden. Die Problematik ist in der Komplexität so gross, dass es operativ nicht nur am Service liegt. Übernachtungspreise in der Nebensaison von unter € 20 im Doppelzimmer inkl. Halbpension im 4-Sterne-Hotel an der tunesischen Küste sind nicht ungewöhnlich.

Die Problematik liegt im künstlich geschaffenen Überangebot während der Zeit des Dikators Ben Ali. Der Dikator hat während seiner Regierungszeit laut Deutsche Welle über 50 Mrd. Dollar angesammelt. Dies zeigt auch die Entwicklung im Beherbergungsangebot. Ben Ali hat ihm verbundenen Personen „zins- und tilgungsreise Darlehen“ für Hotelbauten gewährt. Hierbei war die Frage nach der Wirtschaftlichkeit der Bauten bzw. der Hotels zweitrangig. Dies bringt heute die Betriebe in die Not hinsichtlich der finanziellen Forderungen den Betrieb wirtschaftlich zu führen. Hierbei sind Einsparung im Produkt und der Dienstleistung „normal“, was die Abwärstspirale fördert.

Tunesien steht jetzt in der aktuellen Konsolidierungs- und Entwicklungsphase und fängt touristisch wieder „von vorne“ an. Das Land erschließt sich neu, in dem Internationale Reiseveranstalter die Betriebe unterstützen und durch Investitionen dem Europäischen Standard annähert.

Zukunft: Der Frühling dauert noch an. Das gute am Frühling; dieser schafft Energie für die Zukunft. Und diese Zukunft wird das Land haben. Prof. Buer ist zuversichtlich, dass das Land die europäische Nachfrage in naher Zeit wieder positiv erschließen und damit befriedigen wird.

Prof. Buer und die Studierenden des Master-Programmes „International Tourism Management“ werden gemeinsam mit dem Touristik Partner Thomas Cook ein „Qualitäts-Erhebungsprogramm“ erarbeiten, auf deren Grundlage die Weiterentwicklung zur Erfassung der Kategorisierung der Hotels vorgenommen werden kann. Ziel ist die Zukunft des Landes gemeinsam zu gestalten und damit die Grundlagen zu schaffen, dass Tunesien wieder an die Erfolge vor zehn Jahren anknüpfen kann.

Präsentation Prof. Dr. Christian Buer zum Workshop in Französischer Sprache

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